Zurich, 30 June 2011
The Climate Cent Foundation looks back on a successful business year 2010. It should exceed its commitment vis-à-vis the Swiss Confederation to reduce CO2 emissions, and proposes to increase its contribution to the achievement of Switzerland’s Kyoto target by 4 million tonnes of CO2, to a total 16 million tonnes of CO2.
By 31 December 2010, the Climate Cent Foundation had contracted 2.7 million tonnes of CO2 in emission reductions stemming from domestic projects, as well as 11.8 million tonnes of CO2 in reductions stemming from projects abroad. It should thus exceed its commitment vis-à-vis the Swiss Confederation. This commitment stipulates emission reductions of 12 million tonnes of CO2 over the period 2008 to 2012, of which at least 2 million tonnes of CO2 within Switzerland. The Foundation dedicates a total 720 million Swiss Francs to purchasing these reductions, of which 470 million Swiss Francs in Switzerland.
Within the framework of the Buildings Programme, a further 1'053 projects, as well as contributions of 31 million Swiss Francs, were approved in 2010. Overall, between 2008 and 2012, the Foundation expects emission reductions of 237'000 tonnes of CO2 stemming from around 8'600 projects, in return for contributions of 186 million Swiss Francs.
In the Project Funding Programme, 143 projects had been contracted by the end of 2010, which should reduce emissions by 0.97 million tonnes of CO2 between 2008 and 2012 in return for 108 million Swiss Francs.
In the Target Agreements Programme, contracts had been concluded with 325 companies, expected to yield emission reductions of 1.52 million tonnes of CO2 over the period 2008 to 2012 in return for compensations of 149 million Swiss Francs.
Furthermore, by the end of 2010 the Foundation had closed contracts over the delivery of 11.8 million Kyoto certificates, at a total cost of 251 million Swiss Francs. Each Kyoto certificate confirms the reduction of one tonne of CO2 in a UN approved project.
By its own account, the Swiss Confederation will not meet its reduction target under the Kyoto Protocol. In February of this year, the Climate Cent Foundation thus offered to once more increase its reduction commitment, as it had done in 2009. The required additional funds are available if the climate cent duty of 1.5 cent per litre of fuel is levied until 31 December 2012. On 10 June, the Swiss Federal Council decided to enter negotiations with the Foundation regarding an extension of its reduction commitment by 4 million tonnes of CO2, to a total 16 million tonnes of CO2. The Foundation will thus cover 75% of Switzerland’s CO2 reduction requirements of 21 million tonnes over the years 2008 to 2012.
Zürich, 29. März 2011
CO2-Gesetz: Erfolgreicher freiwilliger Klimaschutz ist gefährdet
Die Energie-Agentur der Wirtschaft und die Stiftung Klimarappen setzen seit Jahren mit Erfolg freiwillige Klimaschutzmassnahmen für die Wirtschaft um. Sie haben die gemäss CO2-Gesetz festgelegten Ziele sogar übertroffen. Die laufende CO2-Gesetzrevision nimmt nun Abstand von den bewährten freiwilligen Instrumenten. Die beiden Organisationen betrachten es als Pflicht, zu den Folgen eines Systemwechsels Stellung zu nehmen.
Die Wirtschaft hat mit der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW), der Stiftung Klimarappen (SKR) und der Zielvereinbarung der Zementindustrie bis heute über 4 Mio. t CO2 pro Jahr eingespart. Auf freiwilliger Basis leisten die Unternehmen zu volkswirtschaftlich niedrigen Kosten einen wesentlichen Beitrag an die Kyoto-Ziele der Schweiz. Die laufende CO2-Gesetzrevision nimmt Abstand von diesen bewährten Instrumenten, wie EnAW-Präsident Pascal Gentinetta heute in Zürich ausführte. „Mit den Beschlüssen der eidgenössischen Räte wird ein Gesetz geschaffen, das den Klimaschutz realitätsfremd macht, indem er ihn verstaatlicht, verteuert und ökologisch verschlechtert, ja der Schweiz insgesamt ein enges Korsett anlegt.“
Armin Eberle, Geschäftsführer der EnAW bezeichnete das aktuelle Modell der Zielvereinbarungen als Win-Win-Situation für Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit. Die Zielvorgaben wurden um rund einen Drittel übertroffen. Dieses auf Freiwilligkeit basierende System ist nun gefährdet. Neu soll der Staat die Emissionsmengen pro Betrieb festlegen und bestimmen, welche Unternehmen von der Lenkungsabgabe befreit werden. Und zwar ohne Rücksicht auf Wirtschaftlichkeit und Massnahmenorientierung. Das hätte auch für die über 1 000 KMU-Betriebe Folgen, die heute im speziellen KMU-Programm der EnAW mitmachen. „Entscheidet sich das Parlament für eine Top-Down Regulierung und damit gegen die heutigen Instrumente, würden solche Anstrengungen für eine ökonomisch und ökologisch erfolgreiche Zukunft erstickt“, so Hans-Ulrich Bigler, Vizepräsident der EnAW.
Im Ausland kann mit dem Zusatzfranken rund 5 Mal mehr CO2 eingespart werden als im Inland. Aus dieser Überlegung wurde die SKR geschaffen, um CO2-Reduktionen ausserhalb der Schweiz tätigen zu können. Auch die SKR wird ihr CO2-Reduktionsziel für den Zeitraum 2008 bis 2012 übererfüllen (11.7 Mio. t Kyoto-Zertifikate und 2.7 Mio. t Inlandreduktionen) und anders als in anderen Ländern wird diese Form der CO2-Reduktion verursachergerecht finanziert, wie David Syz, Präsident des Stiftungsrats der Stiftung Klimarappen ausführte. Doch in Zukunft soll auch dieses Instrument keine wesentliche Rolle mehr spielen. „Mit dem Beschluss, nur ein Inlandreduktionsziel festzulegen, entzieht das Parlament dem internationalen Emissionshandel sein Vertrauen und gefährdet die Voraussetzungen für ein internationales Klimaabkommen“, so Marco Berg, Geschäftsführer der SKR.
Die Vertreter von EnAW und SKR bekundeten, auch in Zukunft alles daran setzen zu wollen, dass die Schweiz ambitiöse Klimaziele erreicht. Klimaschutz und Energieeffizienz sollen vorangetrieben werden. Die beiden Organisationen plädieren aber für ein Gesetz, das die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Unternehmen nicht aus den Augen verliert und effiziente Wege nicht a priori ausschliesst. In dieser Hinsicht haben sich die beiden freiwilligen Instrumente EnAW und SKR bewährt. Die Politik solle dies bei den anstehenden Entscheidungen berücksichtigen.